Damit Menschen über Gott ins Staunen kommen

Die Advents- und Weihnachtszeit ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Stimmungsvolle Lichter, gemütliche Wohnungen und gutes Essen. Besinnliche Momente, Familie und Geschenke.

Gerade jetzt, da viele Menschen mit Sorgen auf die Wintermonate, die steigende Inflation und die hohen Gaspreise schauen, leuchtet die Weihnachtsbotschaft hell auf: Gott kommt zu uns. Persönlich. Weil er uns liebt. Und er bei uns ist - durch alle Krisen hindurch.

Da kann man nur staunen. Auch darüber, wie Gott uns im Alltag begegnet. Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten in unsere schöne Michaelskiche in der Advents- und Weihnachtszeit. Wir wollen gemeinsam über Gott ins Staunen kommen.

 
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Gottesdienst an Weihnachten 2022

Liebe Gottesdienstbesucher,

in diesem Jahr dürfen wir Sie an Weihnachten wieder in unsere Michaelskirche einladen:

  • 15:00 und 17:00 Uhr - Weihnachtliche Familiengottesdienste
  • 22:00 Uhr - Christmette
 

Frohe Weihnachten

An welchem Tag Jesus eigentlich geboren ist, wissen wir nicht mehr. Der Termin für Weihnachten, sein Geburtstagsfest, wurde erst viel später festgelegt. Aber es lag nahe, dieses Fest in die späten Dezembertage zu legen. In der Zeit der längsten Nächte und kürzesten Tage des Jahres fällt es besonders auf, was Licht in der Dunkelheit bedeutet. Und wie ein helles Licht in dunkler Zeit haben die Menschen damals vor 2000 Jahren das Auftreten und Wirken von Jesus Christus erlebt. Schon die alten Propheten Israels hatten den Messias oder Christus, den von Gott versprochenen Retter, als Licht in der Dunkelheit angekündigt: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht und über denen, die da wohnen im finsteren Land, scheint es hell.“ (Jesaja 9,1) „Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ (Jesaja 60,2).

Die Christenheit sieht an Weihnachten diese Prophetenworte als in Jesus Christus erfüllt an. In ihm kam das Licht der Liebe Gottes zu uns Menschen in unsere Welt und Wirklichkeit. Er hat Gottes Liebe gepredigt und vorgelebt. Er hat die Menschen zum Glauben eingeladen, zu einer vertrauensvollen Beziehung mit Gott, zum Gespräch mit ihm im Gebet. Und er hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung eine Hoffnung geschenkt, die über den Tod hinausreicht – die Hoffnung auf das Leben in Gottes ewiger Lichtwelt. In Jesus Christus strahlte das Licht des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung auf. Und dieses Licht sprang über auf seine Nachfolgerinnen und Nachfolger. Sie ließen sich von diesem Licht anstecken und gaben Glauben, Liebe und Hoffnung weiter an die Menschen um sie her. So wurden sie selbst zu Lichtträgern in einer manchmal ziemlich dunkel erscheinenden Welt.

Das wünsche ich mir auch in diesem schwierigen und in mancher Hinsicht auch dunklen Jahr in der Adventszeit und zum Weihnachtsfest: Dass wir in Jesus Christus das Weihnachtslicht Gottes entdecken und uns von ihm anstecken lassen zu einem Leben in Glauben, Liebe und Hoffnung. Und dass wir dieses Licht dann auch zu denen tragen, die gerade unter dem Dunkel besonders leiden. Wenn das geschieht, hat das Weihnachtsfest seinen Sinn erfüllt.

Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit und ein getrostes, helles und friedvolles Weihnachtsfest!

Ihr Pfarrer Gerd Ziegler

 

S’Weihnachts-Evangelium

Nach Lukas 2, 1-20

Mundart-Übersetzung von Wolfgang Müller

Des, was heit Nacht iwweral im Land vorglese werd, isch schon meh wie 2000 Johr her un s’gebt anneweg kaum jemand, der net schon devo ghert hot. Awwer a, wenn ma die Gschicht schon kennt, horcht ma immer widder gern un uff merksam zu – a uff Sellingerdeitsch.

1 Äwe sellmols hot de Kaiser in Rom, Auguschtus hot er ghaiße, wisse gmecht, wieviel Leit aigentlich in seim riesige Reich, em imperium romanum, läwe un vor allem, ob die a - wie sich’s ghert - ihre Steiere bezahle. 2 Des war s’allererschte Mol, dass ma do so ganz gnau Bschaid wisse gwellt hot. Un um des a iwwerall im Römische Reich uff d’Raih zu kriege, hot er die Leit oifach zähle glosst. Jeder Bürger hot sich in dere Stadt, aus dere d‘Vorfahre von seinere Familie urspring-lich herkomme sen, in Steierlischte eitrage losse mieße. 3 Deszweg hot sich jeder uff d’Sogge - besser gsagt in sellere Zeit - uff d’Sandale gmacht un isch in sein Herkunft sort graist, um sich dort in die aus-liggende Steierlischte eischreiwe zu losse. 4 A de Josef, en Zimmermann aus Nazaret in Galiläa, hot sei Sache zammepackt un isch uffb roche in Richtung Bethlehem. Er hot nämlich zu de Sippe vom König David ghert un seller hot aus sellem Ort süd-lich von Jerusalem gstammt. 5 Sei Verlobte, d’Maria, bei dere was Kloins unnerwegs war, hot er mitgnomme uff die beschwerlich Rais. 6 Kaum sen se in Bethlehem okomme, hot d’Maria gmerkt, dassz ball soweit isch un ihre Kinn uff d’Welt komme mecht. Jetzt ware awwer wege dere Zählung in de Davidsstadt en Haufe Leit versammelt un die zwai hen nirgends meh e Zimmer kriegt. Schließlich hen se dann doch e bissle außerhalb in eme Stall Unnerschlupf gfunne. De Josef hot für d’Maria un sich e Nachtlager aus Stroh hergricht un - gschickt wie er war – uff d Schnelle e Fudderkripp in e Babywieg umgmodelt un mit Heu un Stroh ausglegt. 7 Middel in de Nacht hen dann bei de Maria d’Wehe eigsetzt un des Biewle isch gebore worre. Sie hot’s in e sauwere Windel gwiggelt un in die Fudderkripp neiglegt. 8 Net weit weg vom Stall sin in de selwe Nacht drauße uff em Feld e hannvoll Hirte am Feuer gsesse, die dort uff ihre Schoof uffb asst hen. 9 Grad wie die do so vor sich nodeese, isch’s pletzlich hell worre um se rum un direkt iwwer ihne hot sich en Engel seh glosst. Die Hirte hen nadierlich ihre Auge net traut un sen erschtemol jessesmäßig verschrogge. 10 Awwer de Engel hot se beruhigt un hot ene erklärt, dass se koi Angscht hawwe breichte un dass er ihne aigentlich bloß e Riesefraid mache mecht, die für sie un alle Leit gelte soll. Dann hot er ihne die folgend Noochricht iwwerbrocht: 11 Driwwe im David seinere Stadt isch heit de Heiland uff d’Welt komme, de Retter, den Gott de Mensche gschickt hot. 12 Gehnt ruich niwwer un gugget selwer nooch in dem Stall. Un dodro solleter merke, dass er’s isch: Ihr werret e Biewle fi nne, des in Windle gwiggelt isch un in ere Kripp liggt. Des isch de versprochene Erlöser. 13 Von jetzt uff glei sen außer sellem erschte Engel noch e Schar weitere Engel um en rum ufft aucht un sie hen alle mitnanner ogfange, Gott in de hechschde Tön zu lowe un zu singe: 14 Ehre sei Gott in der Höhe un Friede allene Mensche uff de Erde, die sich von ihm liebhawwe lasse mechte. 15 Noochdem sich die Engel widder himmelwärts fortgmacht ghett hen, ware sich die Schäfer schnell oinich: 16 Jetzt sotte mer awwer nore mache un niwwer fußle nach Bethlehem un gugge, dass mer den Stall fi nne, von dem der Engel verzehlt hot. Mir mechte uns nämlich selwer mit aigene Auge devo iwwerzeige, was do bassiert isch un was Gott ausgrechent uns Hirte ausrichte glosst hot. Jeder von dene Schoofh irt‘ hot sich gschwinn noch e Mitbringsel gschnappt un ball druff sen se tatsächlich vor dem Kinn in de Kripp gstanne, odder besser gsagt: mit gfaltete Hend vor em kniet un hen adächtich d’Auge un wahrscheints a sperrangelweit s’Maul uff grisse. 17 Dann hen se an d’Maria un an de Josef alles des weitergewwe, was ihne der Engel iwwer des Kinn im Stall gsagt hot. 18(20) Hinnerher sin se widder frohgemut zrickkehrt zu ihre Herde. Sie ware - ma kann des gut noochempfi nne - zwar e bissle hinnere-fi er, awwer dankbar für des, was se grad mitnanner erläwe därft hen. Nadierlich hen se jedem, den se troff e hen, verzehlt, was sich in dere Nacht eraignet hot. Alle, die devo ghert hawwe, hen bstimmt erschtemol net schlecht gstaunt un dann defi r gsorgt hen, dass die Noochricht um‘s Rumgugge unner d’Leit brocht werd. 19 D’Maria hot sich awwer jedes Wort, des die Hirte vun dere nächtliche Begegnung mit de Engel bericht‘ hen, gut gmerkt un hot sich‘s zu Herze gnomme.

 
Weihnachten im Schuhkarton

Weihnachten im Schuhkarton

Und wir sind dabei!

Abgabestellen in Söllingen:

  • Ev. Pfarramt, Kirchhofstr. 22
  • Sonnenapotheke, Pfinzstr. 10
  • Obsthof Wenz

"Weihnachten im Schuhkarton" ist die beliebteste Geschenkaktion weltweit. Unter dem Motto „Mehr als ein Glücksmoment“ erleben Kinder in Not nicht nur Weihnachtsfreude durch einen Schuhkarton, sondern werden auch mit der Liebe Gottes berührt. International ist die Aktion unter dem Namen „Operation Christmas Child“ bekannt. Seit 1993 wurden weltweit viele Millionen Kinder in über 150 Ländern erreicht, die sich damit oftmals über das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens freuen können.

Letzter Abgabetermin für die gefüllten Schuhkartons ist am 15. November 2022

 

 
Kontakt 07240 1860 soellingen@kbz.ekiba.de