Deutsche CVJM-Meisterschaften in Karlsruhe
Am 13. und 14. Juni 2026 ermittelten die CVJM-Tischtennisspieler ihre deutschen Mannschafts-meister bereits zum vierten Mal auf dem Durlacher Turmberg. Die Sportschule Schöneck erwies sich bei angenehmen Temperaturen wieder als idealer Austragungsort für die 100 Teilnehmer aus dem Bundesgebiet.
In zwei Hallen wurde an 20 Tischen gespielt. Der Gastgeber EK Söllingen ging mit jeweils zwei Jugend- und zwei Herrenteams für den CVJM Baden an den Start. Die Gegner kamen aus den Verbänden Berlin-Brandenburg, Bayern, Westbund und Württemberg. Während unsere Jugendmannschaften ausschließlich mit Pfinztalern besetzt waren, wurden bei den Herren auch Gäste aus Berlin und Mönchengladbach integriert und Teams mit ausgewogener Spielstärke gebildet. Im Verlauf des Jugendturniers wurde schnell klar wie stark auch in diesem Jahr wieder die sportliche Konkurrenz war. Doch unsere Nachwuchskräfte bewiesen eindrucksvoll, nach dem vierten Platz bei der vergangenen Durchführung, dass die intensive Betreuung durch die langjährigen Jugendtrainer Markus Bohner, Felix Gille und Bernhard Reif immer mehr Früchte trägt.
EK 1 mit Simon Eberhardt, Jashan Rossbach, Anton Kaiser und Silas Klingert musste sich lediglich den übermächtigen Favoriten aus Naila nach großem Kampf mit 2:8 geschlagen geben und erreichte einen sehr guten zweiten Platz und somit der Silbermedaille. Die Nachwuchsspieler der Mannschaft EK 2 mit Erik Stübner, Levin Eberhardt, Mika Hoertzsch und Lukas Göll erzielten einige unerwartete Achtungserfolge und belegten am Ende Platz sechs. Im Damenwettbewerb setzte sich eine Spielgemeinschaft durch, bei der mit Laura Zattolo auch eine Spielerin beteiligt war, die aus der Jugendarbeit des EK Söllingen stammt. Beide Herrenteams konnten in den Gruppenspielen am Turniersamstag ihre ausgeglichene Mannschaftsstärke demonstrieren und waren nach Siegen über Lichtenrade/Berlin, Grüntal/Württemberg, Oberberg/ Westbund, CVJM Hamm und SRS (christliche non-profit-Organisation „Sportler ruft Sportler“) für das Halbfinale qualifiziert.
Das besondere an CVJM-Turnieren ist traditionell, dass neben dem Sport auch noch die Gemeinschaft und der geistige Impuls im Vordergrund stehen. Im Rahmen einer Andacht in der Sporthalle am Sonntagmorgen ging der langjährige Gemeindepädagoge und ehemalige CVJM-Sekretär Heiko Eifert auf das Motto der Meisterschaften „Siehe, ich mache alles neu“ ein und beleuchtete dabei auch die Schwierigkeit, das „Alte“ einfach abzulegen, selbst wenn positive Erinnerungen und Erfahrungen daran hängen. Er hob dabei heraus, dass Gott es vermag, dem Leben Ausrichtung und Sinn zu geben.
Sportlich ging der Sonntag für die Herren mit dem Halbfinale und sicheren Siegen von EK 1 (Mirko Blümle, Felix Gille, Dominik Mock, Jens Geiger, Werner Schäfer und Lea Merkens (CVJM Kelzenberg)) mit 9:3 gegen SRS und EK 2 (Björn Kuglstatter, Jeremias Missal, Peter Dziendziel, Claus Staiger, Moritz Staiger, Emil und Thea Paraskevopulos (CVJM Pichelsdorf/Berlin)) mit einem ungefährdeten 9:0 gegen den CVJM Grüntal weiter. Somit standen beide EK-Mannschaften im Endspiel und dort kam es dann zu einer faustdicken Überraschung. Nachdem die erste Mannschaft nach den Eingangsdoppeln noch mit 2:1 in Führung lag, drehte sich das Blatt in den Einzeln unerwartet auf die Seite der etwas schwächer eingeschätzten Mannschaft, so dass die Erste der Zweiten nach einem 5:9 zum Turniersieg gratulieren musste.
Insgesamt war das Turnier wieder ein voller Erfolg. Absolute Fairness trotz sportlichem Ehrgeiz sowie Gemeinschaft und christliche Verkündigung, machten das Wochenende zu einem tollen Ereignis.
Claus Staiger