Erster Spatenstich

Die Ökumenische Diakoniestation konnte 2017 ihr 40-jähriges Jubiläum feiern. Im Rückblick sind wir
sehr dankbar für ein kontinuierliches Wachstum der Arbeit. Viele Jahre war die Station in der Rittnertstraße untergebracht. Es wurde ausschließlich häusliche Pflege angeboten. Später kamen Hauswirtschaft sowie die Hospizarbeit dazu. Im Jahr 2006 erfolgte der Umzug ins „Haus Bühlblick“ in die Diakoniestraße. Das Angebot konnte mit dem Betreuten Wohnen, und der Tagespflege ausgebaut werden. Schnell war eine Erweiterung der Tagespflege auf 17 Plätze nötig. Neu dazu kam dann noch die Demenzarbeit und das „Betreute Service Wohnen“ mit einer Betreuung der Bewohner rund um die Uhr. Damit konnte die Station im Landkreis Karlsruhe den Einwohnern von Pfinztal ein bislang ein-maliges Leistungsangebot bieten. Dieses einmalige Angebot, was bereits als selbstverständlich angesehen wird, ist nicht vom „Himmel“ gefallen, sondern erforderte viel Durchsetzungsvermögen und großen Einsatz von allen Mitarbeiter/ innen. Die Erfolgsgeschichte der Diakoniestation geht weiter. Obwohl heute über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen arbeiten, gibt es nach wie vor in allen Bereichen Wartelisten. Daher hat man sich bereits im Jahr 2014 mit der Erweiterung des Gebäudes in der Diakoniestraße bemüht, was aber leider scheiterte. In der Hauptstraße konnte ein geeignetes Gelände für ein weiteres Gebäude der Diakoniestation gefunden werden. Nach langer Planungs- und Entscheidungsphase wurde die Firma Gebaka mit der Ausführung der Baumaßnahme beauftragt. Schließlich war es am Mittwoch, den 13. Juni soweit, dass der Bau der Seniorenwohnanlage mit dem ersten Spatenstich beginnen konnte. Die Freude über den Baubeginn war groß. Bei dem kleinen Festakt stellte der Geschäftsführer des Bauträgers Gebaka, Hartmut Fischer, heraus, dass man das Wagnis eingegangen sei und erwarte die Fertigstellung bis 2020. Bürgermeisterin Nicola Bodner bedankte sich bei den Verantwortlichen für den Mut das Werk
anzugehen und versprach das Vorhaben auch weiterhin nach besten Kräften zu unterstützen. Tobias
Stein von der Diakoniestation fand deutliche Worte für die lange Wartezeit und den steinigen Weg bis
zum Baubeginn. Oft waren die Verantwortlichen nah an der Grenze das Vorhaben aufzugeben. Bei den Ausführungen von Geschäftsführer Tobias Stein wurde auch der Umfang des neuen Stammhaus Frommel dargestellt. 28 betreute Wohnungen, eine Tagespflege mit 12 Plätzen und im Rahmen des sog. Betreuten-Service-Wohnens sollen acht Zimmer gebaut werden. Daneben runden 25 Tiefgaragenplätze das Vorhaben ab. Peter Kappes, Sozialdezernent des Landkreises Karlsruhe, betonte bei seiner Ansprache, dass es ein sehr innovatives Modell mit hoher Flexibilität sei und nach wie vor im Landkreis eine einmalige Sache wäre. Er freute sich mit der Station, dass nach dem Sondermodell „Haus Bühlblick“ nunmehr mit dem „Stammhaus Frommel“ ein weiterer Schwerpunkt für die Betreuung der alten und kranken Menschen im Pfinztal entstehen würde. Dies sei umso wichtiger, da im Pfinztal über 1.400 Bewohner mit über 80 Jahren wohnen. Schließlich sprach Herr Dekan i.R. Paul Gromer den Segen für Bau und Nutzung vom „Stammhaus Frommel“ aus. Im Übrigen sei die Tageslosung für den 13. Juni wie ausgesucht, denn da heißt es in Psalm 91,4 „ Er wird dich mit seinen Fittichen decken und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln“. Die Feierlichkeiten wurden vom Posaunenchor mit einigen Chorälen umrahmt, wofür ein besonderer Dank ausgesprochen
wurde.

Frank Schäfer
Vorstandsvorsitzender
Ökumenische Diakoniestation
Pfinztal e.V.


 

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Söllingen · Kirchhofstraße 22 · 76327 Pfinztal
Telefon +49 (0)7240 / 18 60 · Telefax +49 (0)7240 / 42 34 · info@ev-kirche-soellingen.de · www.ev-kirche-soellingen.de