Projekt BAOBAB in Nigeria

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'Wer Hilflosen hilft, ehrt den, der sie geschaffen hat' Sprüche 14,31b

Die Lebensmittelpakte sind angekommen
und die Freude darüber war riesig

Ein Bericht von Judith und Elijah Ochoje über die
Verteilung von Lebensmitteln im Dorf Pasali

Wenige Tage vor der geplanten Essensverteilaktion rollte ein Laster mit 25 Säcken voller Mais und weißen Bohnen an. Es brauchte drei erwachsene Männer, um diese einen nach dem anderen im Bürogebäude der Baobab-Initiative abzuladen. Am folgenden Tag kamen kistenweise Ölflaschen, Dosen mit Tomatenmark und Gewürzpäckchen, dazu 20 Säcke Reis. All das sollte nun auf über 100 Pakete verteilt werden.

Im Vorfeld hatten wir eine Liste mit Namen erstellt. Fast alle Familien im Dorf Pasali spüren die Konsequenzen der Corona-Krise. Die meisten sind einfache Bauern, die in dieser Jahreszeit in der Regel ihre Vorräte von der Ernte im letzten Jahr ohnehin aufgebraucht haben. Die Regenzeit hat gerade erst begonnen und sie konnten erst vor kurzem mit dem Pflanzen und Aussäen beginnen. Der wochenlange Lockdown bis Anfang Mai hatte schnell die Wirtschaft beeinträchtigt und vor allem einzelne Menschen und Familien in große Nöte gebracht. Wer von der Hand in den Mund lebt, ist auf seine täglichen Einnahmen angewiesen. Zudem sind Witwen, alte Menschen und Waisenkinder besonders benachteiligt. Die Baobab-Initiative sah die Notwendigkeit – und die Möglichkeit – zu helfen. 

Zusammen mit einem Team von Freiwilligen verbrachten wir einen ganzen Tag damit, die Lebensmittel auf 117 Säcke zu verteilen. Am 31. Mai trafen wir schließlich in einem Konvoi von vier großen Fahrzeugen in Pasali ein. Die Menschen dort begrüßten uns herzlich und waren überglücklich, einer nach dem anderen die Pakete in Empfang zu nehmen. Eine Frau brach in Tränen aus, als sie die Menge der Lebensmittel sah. In schöner afrikanischer Manier sangen und tanzten die Frauen anschließend, um uns und vor allem Gott für die Gaben zu danken.

Wir geben den Dank weiter an alle, die in Pfinztal dazu beigetragen haben, dass diese Aktion möglich wurde. Vielen Dank und ganz liebe Grüße aus Nigeria, Judith und Elijah Ochoje.



Aktuelles Projekt: Lebensmittel für Menschen in Nigeria
Elijah und Judith Ochoje möchten Menschen die in ihrer Umgebung wohnen mit Lebensmitteln helfen. Sie berichten, dass viele in Nigeria derzeit durch Ausgangssperre und Lockdown, Hunger leiden. Betroffen sind meist Tagelöhner und Händler, die quasi „von der Hand in den Mund leben“. Um über die Runden zu kommen, ist jeder Tag ohne die Möglichkeit zu arbeiten existenzbedrohend. Millionen Menschen werden Einkommensverluste erleiden und keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu den für das tägliche Wohlergehen erforderlichen Ressourcen haben. Vorräte, sofern überhaupt vorhanden, sind rasch aufgebraucht, was im schlimmsten Fall zu Hungersnöten führt. Derzeit beginnt die Regenzeit und die Bestellung der Felder. Hier könnte es Engpässe bei der Versorgung mit Saatgut und Dünger geben. Das gestartete Projekt soll mit etwas über 2.000 €, einhundert Haushalte mit Lebensmitteln für ca. 2-3 Wochen versorgen.

Afrika und Corona - die tickende Zeitbombe
Afrikas Schicksal hängt in den nächsten Wochen davon ab, wie gut der Kontinent mit einer Epidemie ungeahnten Ausmaßes umgehen kann. Die Lage ist sehr ernst. Das hat auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erkannt, der die afrikanischen Länder mit dem Ausspruch “Afrika muss aufwachen” aufforderte, sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Schaut man nach Europa und in die USA, wird klar, dass die Bedrohung durch das Coronavirus für Afrika ungeahnte Ausmaße annehmen kann. Hunderttausende Infektionen und zigtausend Todesfälle - Gesundheitssysteme sind so überlastet, dass medizinisches Personal teilweise darüber entscheiden muss, wer behandelt wird und wer nicht. Es ist kein Geheimnis, dass die Gesundheitssysteme Afrikas bei Weitem nicht so ausgebaut sind wie jene in Europa und das lässt darauf schließen, dass sie einer großflächigen Epidemie nicht gewachsen wären.

Spendenprojekt: Überweisungen bitte auf das Spendenkonto der Kirchengemeinde Söllingen (DE95 66050101 00 1016 3962) mit dem Stichwort: Nigeria.

Alle Kinder brauchen Schule
Nigeria wird oft 'der Riese Afrikas' genannt. Mit etwa 200 Millionen Menschen ist es das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Aber noch einen anderen Rekord hat Nigeria erst kürzlich aufgestellt: Es ist das Land mit der größten Bevölkerung, die in extremer Armut lebt. Millionen von Kindern können keine Schule besuchen, weil Schule Geld kostet und es außerdem bei Weitem nicht genügend Schulen gibt, ganz besonders auf dem Land.

Ein Herz für benachteiligte Kinder
Für uns Ochojes ist Nigeria Zuhause. Seit über zehn Jahren verhelfen wir dort benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu einer guten Schulbildung und vermitteln darüber hinaus die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Er ist uns ein tiefes Herzensanliegen, den Segen, den wir persönlich von Gott erfahren haben, an andere weiterzugeben. So haben wir in den vergangenen Jahren eine Grundschule mit Kindergarten aufgebaut, die wir nun in einheimische Hände übergeben haben. Nun ist es Zeit für ein neues Projekt. Noch mehr Kinder sollen die Chance auf Bildung bekommen. Wir sind froh, dass die VDM uns dabei den Rücken stärkt.

Aufbruch in ein neues Projekt
Wir haben große Pläne: Ein ganzes Bildungszentrum von Kindergarten bis weiterführende Schule soll entstehen, einschließlich praktischer Berufsausbildung, geistlicher Begleitung und Lebensberatung. Judith hat als Sonderschullehrerin ihren Schwerpunkt in der pädagogischen Leitung, während Elijah als gelernter Agraringenieur die Verwaltung und den praktischen Teil der Ausbildung verantwortet. Unser Partner vor Ort heißt 'Baobab Initiative for Life Development'. In Afrika gilt der Baobab (Affenbrotbaum) als lebensspendend. Das drückt unser Anliegen aus.
E-Mail: ejochoje@vdm.org



 

 

 

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