Turmfalken im Söllinger Kirchturm

Im Söllinger Kirchturm brüten schon seit mehreren Jahren Turmfalken. Auch dieses Frühjahr hatte unsere Kirchendienerin wieder Eier der Turmfalken entdeckt (Siehe Bild). Der Turmfalke bevorzugt hochgelegene Brutplätze. Turmfalken gehören zur Ordnung der Greifvögel. Männchen und Weibchen unterscheiden sich optisch. Ältere Männchen haben einen hellgrauen Kopf und einen rotbraunen Rücken mit kleinen dunklen Flecken. Beim Weibchen dagegen sind Kopf, Rücken und Schwanz rostbraun gefärbt mit dichter dunkler Fleckung und Querbänderung. Der Turmfalke ist rund 35 Zentimeter groß und gehört damit in Deutschland zu den kleinen Greifvögeln. Seine Spannweite beträgt 75 Zentimeter. Im Flug sind die Vögel an ihren langen spitzen Flügeln zu erkennen und natürlich an ihrem charakteristischen Rüttelflug. Man erkennt den Turmfalken an seinen hellen, lauten 'kikikikiki'- Rufreihen, die er vor allem im Flug ausstößt. Am Brutplatz gibt er leisere Rufe von sich. Turmfalken ernähren sich vorwiegend von Feldmäusen und anderen Wühlmäusen. In den Städten nistet der Turmfalke gerne an Kirchtürmen, Masten und anderen hohen Gebäuden mit einer zugänglichen Öffnung oder Nische, die Platz zum Brüten bietet. Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr besetzen sie das Brutrevier, das häufig auch als Winterrevier gedient hat. Ein Paar bleibt zumeist ein Leben lang zusammen. Wenn als Brutplatz nicht ein vorhandenes Nest genutzt wird, begnügt sich der Turmfalke mit einer kleinen Mulde, aus der die Eier nicht wegrollen können. Das Weibchen legt zwischen Mitte April und Mitte Mai vier bis sechs Eier und brütet 29 Tage lang. Nachdem die Jungen geschlüpft sind, werden sie gut vier Wochen lang gefüttert. Nachdem sie das Nest verlassen haben, werden sie noch weitere vier Wochen von den Eltern begleitet und gefüttert. Danach verlassen sie ihren Geburtsort und suchen sich ein eigenes Revier. Die Turmfalken bei uns in Mitteleuropa sind überwiegend Standvögel. Sie bleiben ganzjährig in einem Gebiet, das recht groß sein kann. Manche Vögel ziehen allerdings am Ende des Sommers in den wärmeren Süden, zum Teil bis nach Nordafrika. In Deutschland leben knapp 50.000 Turmfalken-Paare. Wir tragen also Verantwortung für den Erhalt dieser Art.

 

 

 

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